Jugendmusikschule Schorndorf und Umgebung e.V.

Blechblasinstrumente




Trompete



Die Trompete ist das kleinste Blechblasinstrument, deren Klang durch die Schwingungen der Lippen des Trompetenspielers am Mundstück erzeugt wird.

 

Der Ursprung der Trompete geht auf die sogenannte Naturtrompete des Mittelalters zurück, die eine sehr begrenzte Spielmöglichkeit hatte. Daher bemühten sich Instrumentenbauer seit dem 18. Jahrhundert um eine Konstruktion einer Trompete, mit der man eine volle chromatische Tonleiter spielen konnte.

 

Der Durchbruch gelang am Anfang des 19. Jahrhunderts, als Blümel und Stölzel die ersten Ventiltrompeten herausbrachten, die an Vielseitigkeit und Tonumfang alle Wünsche erfüllten.

 

Mit dem Trompetenunterricht beginnen kann man - je nach Körpergröße - ca. mit 7 Jahren.

 

Die Trompete ist in allen Stilrichtungen - von Barock bis Jazz und Pop - vertreten. Sie wird sowohl in Sinfonieorchestern, Blasorchestern als auch in der Big-Band eingesetzt.

 

Der Anschaffungspreis für ein Schülerinstrument liegt bei ca. € 500,--.


Horn



 

Das Naturhorn hat seinen Ursprung in Frankreich und wurde seit Anfang des 18. Jahrhunderts im Orchester eingesetzt. Die Spielweise war beschränkt auf die natürliche Obertonreihe.

 

Erst mit der Erfindung der Ventile (Anfang des 19. Jahrhunderts) waren die Hornisten in der Lage, eine vollständige chromatische Tonleiter über 3 Oktaven zu spielen.

 


Das moderne Horn ist ein sogenanntes Doppelhorn in F und B, das um 1900 eingeführt wurde. Es hat ein zusätzliches Ventil, um von der F- in die B-Stimmung umzuschalten und bietet neben technischen Vorzügen auch einen großen Tonumfang. Das Horn hat einen weiten Einsatzbereich. Dieser reicht vom Sinfonie- und Blasorchester über die Kammermusik bis hin zur solistischen Literatur.

 

Mit dem Hornunterricht können die Jugendlichen in einem Alter von ca. 8 Jahren beginnen.

 

Ein gutes Schülerhorn kostet - je nach Ausführung - (einfache Stimmung oder Doppelhorn) zwischen € 1.250,-- und € 3.100,--.  



Posaune



Die Posaune entstand um 1450, als Weiterentwicklung der Zugtrompete und war in dieser Zeit das erste Blech- blasinstrument, mit dem man durch seinen charakteristischen Zug ganze chromatische Tonleiter spielen konnte.

 

Da die Posaune in früheren Zeiten vor allem in der sakralen Musik eingesetzt wurde (um die Singstimmen zu unter-stützen), entwickelte man für die Chorgruppen die Alt-, Tenor- und Bassposaune, die auch heute noch eingesetzt werden.

 

Am weitesten verbreitet ist die Tenorposaune, die mit einem Quartventil ausgerüstet werden kann, um auch die tieferen Lagen zu erreichen. Ähnlich wie die Trompete hat auch die Posaune einen sehr weiten Einsatzbereich: Sinfonieorchester, Blasorchester, Jazz, Popmusik, Blechbläserensembles und Kirchenmusik.

 

Die Jugendlichen beginnen - je nach Entwicklung - im Alter von ca. 9 Jahren mit dem Posaunenspiel.
Ein Schülerinstrument liegt in der Preislage von € 400,-- bis € 1.000,-- (je nach Ausführung, mit oder ohne Quartventil).  



Tenorhorn / Euphonium



 

 

 

 

Das Tenorhorn kann man wegen seines weichen Klangs als "Violoncello des Blasorchesters" bezeichnen. Es ist, wie die Tenorposaune, in B gestimmt, hat aber aufgrund seiner Ventilmechanik, eine große Verwandtschaft zur Trompete oder dem Horn.

 

Der Ursprung des Tenorhorns liegt um 1800, als sich die Militärkapellen zu leistungsfähigen Konzertblasorchestern entwickelten.

 

Heutzutage findet das Tenorhorn (auch mit seiner sinfonischen Variante eines Euphoniums, das etwas weiter gebaut ist) einen sehr großen Einsatzbereich, der von der sinfonischen Blasmusik über die Volksmusik bis hin zur Kammermusik reicht. Auch als Soloinstrument findet es immer mehr seinen Platz in sinfonischen Blasorchestern, da viele große Virtuosen dem Tenorhorn/Euphonium einen hervorragenden Ruf beschert haben.

 

Je nach Körperbau liegt das Einstiegsalter bei ca. 9 Jahren.

 

Ein qualitativ gutes Schülerinstrument kostet zwischen € 1.250,-- und € 1.900,--.

 

 

 



Tuba



 

 

Die Tuba ist das tiefste aller Blechblasinstrumente und wurde 1835 vom preußischen Militärsachverständigen Wiprecht und dem Berliner Instrumentenbauer Moritz entwickelt. Die Tuba hat in der Regel 3 - 4 Ventile (F-Tuba bis zu 6 Ventile) und wird meist als Bassinstrument eingesetzt.

 

Musikalisch zuhause ist die Tuba in der sinfonischen und volkstümlichen Blasmusik, dem Sinfonieorchester (dabei vor allem in der romantischen Literatur), in Blechbläserensembles und im Dixieland-Jazz.

 

Das Erlernen der Tuba ist frühestens möglich ab ca. 10 Jahren, da dieses Instrument ein recht großes Lungenvolumen erfordert.

 

Ein Schülerinstrument kostet zwischen €  2.500,-- und € 4.600,--. Gute gebrauchte Instrumente, die über den Fachhandel oder über Fachzeitschriften und Kleinanzeigen zu beziehen sind, gibt es bereits ab ca. € 1.500,--.

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